BERATUNG

Gerne stehen wir Ihnen bei Ihren Vorhaben beratend zur Seite. Dabei ist unser übergeordnetes Ziel, Sie individuell dem Einzelfall entsprechend zu unterstützen und Nutzen aus unserer langjährigen Erfahrung in der Verkehrswertermittlung ziehen zu lassen.

In einem breiten Netzwerk von Fachanwälten, öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren, Steuerberatern, Immobilienmaklern und ö. b. u. v. Sachverständigen anderer Sachgebiete werden zudem Lösungen erarbeitet, die speziellen Einzelfällen gerecht werden.

Dem Charakter der Beratung immanent – als Abgrenzung zum i. d. R. kostenintensiveren Verkehrswertgutachten – bezieht sie sich auf eine konkrete Fragestellung oder Einbindung in einen Prozess. Hierbei insbesondere:

  • Erwerbs- oder Veräußerungsprozesse (Due Diligence)

    Gemeinsame Objektbesichtigungen zur Feststellung entscheidender Zustandsmerkmale (mit technischer und ggfls. maßlicher Bestandsaufnahme) sind empfehlenswert bei Kaufpreisverhandlungen und können zuletzt ausschlaggebend sein bei Bildung der Kauf- oder Verkaufsentscheidung. In Verbindung mit einer Kaufpreisindikation können zudem eigene Wertvorstellungen überprüft werden. Dabei heben sich die von uns erstellten Kaufpreisindikationen von z. B. durch Immobilienmakler erstellte Einschätzungen ab, da als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger Einsicht in die Kaufpreissammlungen der örtlichen Gutachterausschüsse genommen werden kann. Unter Würdigung der Vergleichbarkeit der dort dargestellten tatsächlich beurkundeten Kauffälle ermitteln wir anhand eines statistischen Verfahrens in Anlehnung an das Vergleichswertverfahren (§ 24 bis 25 ImmoWertV 2021) einen Vertrauensbereich um den arithmetischen Mittelwert. Dieser Vertrauensbereich bildet die Basis der Kaufpreisindikation, die einen realistischen Blick auf Wertverhältnisse im lokalen Grundstücksmarkt eröffnen kann. Es handelt sich hierbei nicht um den Verkehrswert gemäß § 194 BauGB.

  • Mediationsprozesse (von der Erbauseinandersetzung bis zum Gesellschafterstreit)

    Die Mediation gilt als empfehlenswerter Lösungsansatz um Auseinandersetzungen diskret und beschleunigt beizulegen und um unverhältnismäßige Prozesskosten zu vermeiden.

    Die Beauftragung eines Sachverständigen zur Begleitung eines Mediationsprozesses kann als weitsichtig erachtet werden, da auch die zuständigen Gerichte schlussendlich einen (i. d R. öffentlich bestellten und vereidigten) Sachverständigen zur Beantwortung von Beweisfragen bestimmen. Die zu erwartenden (Prozess-)Kosten sind hier zwangsläufig höher zu kalkulieren – auch vor dem Hintergrund der zum Teil belastenden Verfahrensdauer, die als Rechtsschutzdefizit mehrere Jahre beanspruchen kann.

    Die Verbindlichkeit des Ergebnisses wird gewährleistet durch das Gericht – hierhin unterscheidet sich die Lösungsfindung im Mediationsprozess. Um eine grundlegende Verbindlichkeit zu schaffen, wird empfohlen, zwischen den Parteien vorab die Erwartungen an einen Mediationsprozess sowie den hinzuzuziehenden Sachverständigen (oder die Sachverständigen) zu diskutieren.

  • Vertragsverhandlungen (insbesondere von Erbbaurechtsverträgen)

    Erbbaurechte weisen neben Vereinbarung über die Höhe des Erbbauzinses eine Vielzahl von weiteren wertrelevanten Inhalten auf, die zum Teil erst über die Laufzeit hinweg einen erheblichen Werteinfluss entfalten können, wie z. B. Anpassungsvereinbarungen zum Erbbauzins (Wahl des Anpassungsindex und Anpassungskriterium) bzw. streitanfällige Wertsicherungsklauseln, Höhe der Entschädigung bei Zeitablauf oder Heimfall, Vorkaufsrechte oder Zustimmungserfordernisse des Grundstückseigentümers.

  • Bestandsaufnahme und Sachverhaltsaufklärung, hierbei zu nennen:

    • die maßliche oder technische Bestandsaufnahme,
    • die Erfassung und Bewertung von Flächenpotentialen und Ausbaureserven,
    • die Einschätzung von Rechten/ Lasten und Beschränkungen,
    • die Auswertung von Bauakten u. a. hinsichtlich Legalität von Aufbauten und Nutzungen