Headerbild Headerbild

Aktuelle Rechtsprechung

Auswahl des Wertermittlungsverfahrens

Gericht: BFH 2. Senat
Entscheidungsdatum: 03.12.2008
Aktenzeichen: II R 19/08

Leitsatz
1. Legt der Steuerpflichtige zum Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts das Gutachten eines Sachverständigen für Grundstücksbewertung vor und gelangt der Gutachter nach einer Wertermittlung sowohl im Sachwert- als auch im Ertragswertverfahren mit zutreffender Begründung dazu, dass das Grundstück ausschließlich im Ertragswertverfahren zu bewerten ist, handelt das Finanzamt rechtswidrig, wenn es den Grundstückswert ohne weitere Begründung auf den Mittelwert beider Werte feststellt (Rn. 14).

2. Fehlt als letzter Schritt einer Grundstücksbewertung nach der WertV die Anpassung an die Marktverhältnisse gemäß § 7 Abs. 1 Satz 2 WertV, ist der Nachweis eines niedrigeren Wert (noch) nicht geführt. Die Preisbildung am Grundstücksmarkt richtet sich nicht nur nach den Ertragserwartungen der Nachfrager (Rn. 16).

3. Beim Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts gemäß § 146 Abs. 7 BewG i.d.F. vor 2007 war auf die Wertverhältnisse vom Bewertungsstichtag abzustellen (Rn. 11).

Ansprechpartner

Sachverständigenbüro Seitz
Schumannstraße 7
50931 Köln

Frau Dipl.-Ing. Karla Meißner
T. 0221 4992095
meissner@sv-seitz.de

Herr Dipl.-Ing. Thomas Henkel
T. 0221 4992095
henkel@sv-seitz.de